< Zurück zur Auflistung 14.05.2017 - 11

Vortrag und Diskussion mit Henning Melber

Deutsch-namibische Vergangenheitsbearbeitung: VÖLKERMORD – UND WAS DANN?

Ende April 2015 nannte der Deutsche Bundestag den Völkermord an den Armeniern beim Namen. Dies lenkte die Aufmerksamkeit auch wieder auf den Kolonialkrieg von 1904 bis 1908 in Deutsch-Süd­westafrika, dem heutigen Namibia. Schließlich räumte die deutsche Politik in der zweiten Jahreshälfte 2015 ein, dass auch hier ein Völkermord stattfand. Seit Ende 2015 finden prekäre Verhandlungen zwischen Sonderbeauftragten der deutschen und namibischen Regierung um einen angemessenen Umgang mit der gemeinsamen Geschichte statt. Die Nachfahren der Opfergruppen sind von diesen Verhandlungen weitgehend ausgeschlossen. Im März erschien das von Henning Melber gemeinsam mit Reinhart Kößler verfasste Buch „Völkermord - und was dann?“ dessen Kerninhalte präsentiert und diskutiert werden. Die Veranstaltung moderiert Charly Heberer.

Henning Melber trat als Sohn deutscher Einwanderer in Namibia 1974 der Befreiungsbewegung SWAPO bei. Von 1992 bis 2000 leitete er die Namibian Economic Policy Research Unit in Windhoek. Danach war er Forschungsdirektor des Nordic Africa Institute (2000 – 2006) und Direktor der Dag Hammarskjöld Stiftung (2006 – 2012) in Uppsala. Er ist Extraordinary Professor an der Universität Pretoria und der Universität des Freistaats in Bloemfontein, Südafrika. Von 1994 bis 2000 war er Vorsitzender der Namibisch-deutschen Stiftung für kulturelle Zusammenarbeit (NaDS) in Windhoek.

Charly Heberer studierte Politikwissenschaften in Münster und arbeitete beim Radio Q. Dort machte er mit Kolleg*innen ein Feature über das Train-Denkmal auf der Promenade in Münster.

Eine Veranstaltung der Afrika Kooperative e.V. in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Münster, dem Förderverein der Friedensinitiativen in Münster e.V., der Gesellschaft für bedrohte Völker, Regionalgruppe Münster und der DFG-VK

Sonntag, 14. Mai 2017, 11 Uhr
Volkshochschule, Forum 1, Aegidiimarkt 3, Münster
Eintritt frei